UNESCO-Projekttag 2026
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„Da Krieg im Geist der Menschen entsteht, muss auch Frieden im Geist der Menschen verankert werden“. Mit diesem Motto hat es sich die UNESCO (United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization) zur Aufgabe gemacht, unsere Welt samt ihrer Natur- und Kulturstätten sowie die weltweite Meinungs- und Pressefreiheit dauerhaft zu schützen. Daher setzt sie sich für Themen wie beispielsweise Frieden, Umweltschutz und Gleichberechtigung ein. Als einzige UNESCO-Projektschule in Lübeck verfolgen auch wir diese Ziele und binden sie in unseren Schulalltag mit ein. Alle zwei Jahre findet an allen UNESCO-Projektschulen ein internationaler Projekttag statt, für den ein bestimmter Zeitraum und ein Thema vorgegeben werden. Aus diesem Grund haben auch wir am 30. April 2026 unseren UNESCO-Projekttag zum Thema „Grenzen überwinden“ veranstaltet. Nach Wochen der Planung und Organisation stellten die Mitglieder unserer UNESCO-AG rund 30 Workshops zur Auswahl, aus denen die Schülerinnen und Schüler der 5. bis 10. Klassen ihren Wunschworkshop wählen konnten.
Das Thema war bewusst breit gefächert: Es ging nicht nur um geografische Linien, sondern vor allem um das Überwinden eigener Hemmungen sowie um die Aufklärung über interkulturelle oder religiöse Grenzen, Vorurteile und Ausgrenzung.
Politisch wurde es bspw. bei den OMAS GEGEN RECHTS, welche sich dem kontroversen Diskutieren politischer Aussagen und dem Kontern von dumpfen Parolen widmeten. Das Jugendprojekt „MOO“ (für Menschen ohne Obdach) befasste sich mit sozialen Grenzen. In dem Lübecker Projekt kochen Jugendliche einmal die Woche im Stadtteil St. Jürgen für obdachlose Personen. Die Grenzdokumentations-Stätte Lübeck-Schlutup erinnert an eine überwundene Grenze mitten durch Deutschland und war ebenfalls mit einem Workshopangebot vertreten. Auch die UNESCO-AG der Anne-Frank-Schule Bargteheide war als Workshopanbieter zu Gast. Die UNESCO-AG unserer Schule stand den gesamten Projekttag in Raum R01 für alle Fragen bereit.
Der Tag begann für die Schülerinnen und Schüler um 9:00 Uhr. Im Zeitraum der regulären 3./4. und 5./6. Stunden haben sie an einem bis zwei der Workshops teilgenommen. Nach der sechsten Stunde endete unser UNESCO-Projekttag regulär. Alle haben viel aus ihren Workshops mitgenommen und das Überwinden von Grenzen aus verschiedensten Blickwinkeln betrachtet. Nachdem unser Projekttag geendet hatte, haben sich alle externen Personen, Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte, die einen Workshop geleitet haben, in der Mensa für eine kleine Danksagung der UNESCO-AG versammelt. Alle waren sehr begeistert von diesem Tag und dass sie ein Teil davon sein durften. Alles in allem war der UNESCO-Projekttag ein voller Erfolg, der dazu beigetragen hat, die Ziele der UNESCO den Schülerinnen und Schülern näherzubringen und ihr Interesse für Themen wie zum Beispiel das Überwinden von Grenzen zu wecken. Ein herzlicher Dank gilt dem Elternbeirat, der dieses Projekt finanziell unterstützt hat und allen Workshopleiterinnen und -leitern, durch die dieser Tag so besonders und abwechslungsreich geworden ist. Des Weiteren danken wir der Technik-AG für ihre Unterstützung und den Schülerinnen und Schülern der Oberstufe, die uns mit Essen und Getränken versorgt haben. Besonders bedanken wir uns bei der UNESCO-AG, die den gesamten Tag über Monate geplant, die Leitung übernommen und sogar spontan einen eigenen Workshop geleitet hat. Ohne all diese Menschen wäre dieser Tag nicht möglich gewesen. Es war ein Tag, der gezeigt hat, wie viel Kreativität und Vielfalt in unserer Schule steckt.
Text von Lena Wickmann und Schayma Göksal (Presse-AG des CJB)