Schulprogramm

UNESCO Projekt Schule

Gliederung des Schulprogramms

  1. Vorbemerkung
  2. Pädagogische Konzeption
  3. UNESCO-Schule
  4. Evaluation

Zusätzliche Aspekte des Schulprofil

  1. Ausbildungsschule
  2. Sozialcurriculum
  3. Comenius-Schule
  4. DaZ
  5. Lion’s Quest
  6. Interactive SchoolWall

1. Vorbemerkung 
Dieses Schulprogramm ist in konstruktiver Zusammenarbeit von Schülerinnen und Schülern, Eltern und Lehrkräften formuliert und verabschiedet worden. Es beschreibt den jetzigen Zustand unserer Schule vor dem Hintergrund der über fünfzigjährigen Geschichte und stellt Entwicklungsschwerpunkte für die nächsten Jahre vor.
Wir verstehen uns als Schule, in der sich Schüler*Innen, Eltern und Lehrkräfte gemeinsam dafür einsetzen, dass heranwachsende Kinder und Jugendliche dazu befähigt werden, selbstständig, gemeinschaftlich und tolerant für andere ihren Platz in der Gesellschaft finden und verantwortungsvoll eine sich dynamisch entwickelnden Welt mitgestalten.

2. Pädagogische Konzeption
Schüler*Innen, Eltern, Lehrkräfte und alle anderen am Schulleben des Carl-Jacob-Burckhardt-Gymnasiums Beteiligten tragen gemeinsam die Verantwortung für das Erreichen folgender Ziele: In Anlehnung an ihren Namenspatron, den Schweizer Diplomaten und Gelehrten Carl-Jacob-Burckhardt, macht sich unsere Schule die Vermittlung einer an den abendländischen Werten orientierten Allgemeinbildung und die Öffnung und Toleranz gegenüber dem Fremden, die Begegnung mit dem europäischen Nachbarn und die Arbeit für internationale Projekte zur Aufgabe.

Um für die Bewältigung zukünftiger Aufgaben gerüstet zu sein, lernen die Schüler*Innen eigenständiges und gemeinsames Arbeiten und den verständigen Umgang mit neuen Medien und Technologien. Insbesondere soll Gelegenheit gegeben werden, Fertigkeiten und Methoden einzuüben, die es dem Einzelnen erlauben, den Prozess des lebenslangen Lernens selbstständig zu erfahren, und ihn befähigen, die zukünftigen Lebenschancen zu nutzen. Außerdem sollen besondere Begabungen gefördert und Hilfestellung und Begleitung angeboten werden.

Diese Vorhaben können nur gelingen, wenn sich alle Beteiligten des Schullebens mit Achtung, Höflichkeit, wechselseitigem Vertrauen und Toleranz begegnen. Die Organisation des Schullebens folgt begründeten und nachvollziehbaren Entscheidungen – z.B. im Falle der Unterrichts-Rhythmisierung (60 Minuten). Dies setzt die Bereitschaft zu Information und zur Teilhabe voraus. Allen in der Schule wirksamen Gruppen muss Gelegenheit zu konstruktiver Kritik und kreativer Kooperation eingeräumt werden.

Die technischen und räumlichen Gegebenheiten unserer Schule müssen schonend behandelt und durch die projektorientierte Einbeziehung aller am Schulleben Beteiligten erhalten und weiterentwickelt werden, um kreatives und leistungsorientiertes Arbeiten und ein gedeihliches, die Identifikation mit unserer Schule ermöglichendes Zusammenleben zu gewährleisten. 

Am Carl-Jacob-Burckhardt-Gymnasium ist die Ausbildung der Lehrkräfte seit jeher ein wichtiger Bestandteil des Schullebens. Alle Beteiligten unterstützen die Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst erfolgreich auf der Grundlage eines gemeinsam erarbeiteten Ausbildungskonzeptes.

Unsere pädagogische Konzeption gründet auf drei Säulen: Bildung schaffen  –  Soziales gestalten  –  Kultur leben.

Bildung schaffen

  • curriculare Anbindung des Unterrichts im Rahmen bestehender Fachanforderungen und Bildungsstandards
  • jahrgangsübergreifendes Methodencurriculum (Lernen lernen)
  • Projektorientiertes Lernen (UNESCO-Projekttag, Fach- und Projekttage)
  • Zusammenarbeit mit Schulen und außerschulischen Partnern (außerschulische Lernorte)
  • gezielte Vorbereitung auf die zentralen Abschlüsse
  • differenziertes Angebot im Wahlpflichtbereich (u.a. Angebot einer dritten Fremdsprache)
  • SINUS (Das SINUS-Programm verbessert durch praxisorientierte Ansätze und kooperative Strukturen – z.B. mit der Universität zu Lübeck – die Qualität des mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterrichts)                                                                                                             
  • Vorbereitung für die Teilnahme an bundesweiten und internationalen Wettbewerben (z.B. Jugend forscht, Mathematikwettbewerbe)
  • optionale Bildungsfahrten (z.B. Weimar)
  • verpflichtende Computerausbildung in der Orientierungsstufe
  • musikalische Förderung in eigens eingerichteten Streicherklassen sowie in Kooperation mit örtlichen Musikschulen
  • breites Sprachenangebot in Zusammenarbeit mit ausländischen Partnerschulen und im Rahmen von COMENIUS / ERASMUS
  • schulspezifisches Förderangebot (LRS, individuelle Enrichmentmaßnahmen, individuelle Lernpläne) und Vorbereitung auf schulübergreifende Förderprogramme (z.B. START, DELE und DELF)
  • Berufsorientierung in SEK I und SEK II (Betriebs- und Wirtschaftspraktika)
  • Finanzlotsenprojekt
  • Auslandsaustauschprogramme mit Partnerschulen aus den USA, Frankreich, Schweden und Israel

Soziales gestalten

  • Internationale Ausrichtung als unesco-projekt-schule
  • verpflichtender Sozialer Unterricht (Lions Quest)
  • jahrgangsübergreifendes Sozialcurriculum (seit 2012) hier Link zum Schulcurriculum
  • Suchtprävention (z.B. Be smart don`t start)
  • Beratungssysteme (u.a. Streitschlichter-Ausbildung, Patenschüler, Lernpatenschaften)
  • Bereitstellung schulischer Verantwortungsbereiche (SV, Sozialer Tag, Schülerbibliothek, Sanitäter, Netzwerk-Arbeit)
  • Wertschätzungskultur (jährliche Verleihung der Carl-Jacob-Burckhardt-Prämie, Anerkennung und Würdigung von schulischem Engagement)
  • Schulseelsorge, Schulsozialarbeit und ausgebildete Beratungslehrerin
  • fortlaufende Schulhofpflege durch die Schulgemeinschaft

Kultur leben

  • umfassendes Angebot für musikalisch Interessierte und Begabte (Chor, Band, Orchester, Djembé, Musiksaal- und Weihnachtskonzert)
  • vielfältige und stufenübergreifende Formen des Darstellenden Spiels und Musiktheaters (Schülertheater-Aufführungen und Musical-AG)
  • Organisation und Besuch kultureller und interkulturelle Veranstaltungen (Theater, Nacht der Kulturen, Engagement für Kinder der Dritten Welt)
  • Sport- und Bewegungsangebote (z.B. Staffeltraining, Klettern und Parcour, Rudern, Skifahrt)
  • Teilnahme an sportlichen Wettbewerben (z.B. Bundesjugendspiele, Senatsstaffel, Schwimmstaffel)

3. UNESCO-Schule 
Für die UNESCO-Schulen gibt es folgende vier Zielvorgaben, denen sich unsere Schule verpflichtet fühlt:

1. Menschenrechte verwirklichen
2. Anderssein der Anderen achten und schützen
3. Umwelt schützen und bewahren
4. Armut und Elend bekämpfen

Unsere Schule arbeitet intensiv mit weiteren UNESCO-Projektschulen zusammen, unterstützt ein Straßenkinderprojekt in Bolivien, unterhält Kontakte und Austauschprogramme mit ausländischen Schulen und beteiligt sich an Maßnahmen zur Verringerung des Energieverbrauchs. Weitere Informationen!

4. Evaluation

  • regelmäßige Evaluation dieses Konzepts
  • Veröffentlichung dieses Konzepts auf der Schul-Homepage
  • Evaluation in Kooperationen mit anderen Schulen und Institutionen

Stand: 07.06.2016


Ausbildungsschule

Ausbildungskonzept des Carl-Jacob-Burckhardt-Gymnasiums

Als Ausbildungsschule wirkt das Carl-Jacob-Burckhardt Gymnasium (CJB) im Rahmen der APVO mit, Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst (LiV) auf die Tätigkeit als Lehrkraft am Gymnasium vorzubereiten. Die Ausbildung erfolgt grundsätzlich in allen Fächern durch qualifizierte und engagierte Ausbildungslehrkräfte (AL) und wird von allen am Schulleben Beteiligten gemeinsam unterstützt. Die Ausbildung soll die LiV in die Lage versetzen, pädagogisch qualifizierten Unterricht zu erteilen und im Team des Kollegiums aktiv am Schulleben teilzunehmen.

1. Einführung in die Arbeit an der Schule

Vorbereitende Gespräche
Schon vor Aufnahme der Unterrichtstätigkeit erhält die LiV in Einführungsgesprächen mit der Ausbildungskoordinatorin und den Ausbildungslehrkräften Informationen, die ihr den Einstieg in die Arbeit an der Schule erleichtern (schulorganisatorische Abläufe, räumliche Gegebenheiten, Ausstattung der Fachräume, Ausbildungskonzept, Handreichungen für neue Lehrkräfte, Unterrichtsverteilung).

Gestaltung der ersten Woche
Die erste Woche dient dem Eingewöhnen und dem ersten Kennenlernen grundsätzlicher schulorganisatorischer Abläufe. Am ersten Tag finden detaillierte Gespräche mit den beiden Ausbildungslehrkräften über die Lerngruppen und Unterrichtsinhalte statt. Des Weiteren ist die erste Woche von fach- und klassenspezifischen Hospitationen geprägt. Eigenverantwortlicher Unterricht findet ab Mitte der ersten Schulwoche statt.         

2. Aufgaben der LiV

Eigenverantwortlicher Unterricht
Die LiV erteilt eigenverantwortlichen Unterricht im Umfang von zehn Wochenstunden. Dieser Unterricht verteilt sich, soweit es die schulorganisatorischen Rahmenbedingungen zulassen, auf alle drei Klassenstufen. Die Planung und Reflexion dieses Unterrichts erfolgt in Absprache mit den Ausbildungslehrkräften. Als Grundlage für die Reflexion soll die LiV der AL einmal pro Woche eine Planungsübersicht über den Stundenverlauf (Stundenraster) vorlegen.

Unterricht unter Anleitung
Die LiV erteilt pro Fach einmal pro Halbjahr Unterricht unter Anleitung im Umfang einer Unterrichtseinheit. Bei der Auswahl der Lerngruppen, in denen der Unterricht unter Anleitung durchgeführt wird, ist darauf zu achten, dass sich in jedem Fach eine möglichst breite Streuung über die einzelnen Klassenstufen ergibt. Diese Unterrichtseinheiten dienen als Ergänzung zum eigenverantwortlichen Unterricht der LiV. Dazu legt die LiV der AL ein Unterrichtskonzept vor.

Hospitationen
Die LiV hospitiert einmal pro Woche in jedem Fach für jeweils eine Stunde bei ihren AL. Weiterhin hospitiert die LiV nach Rücksprache bei anderen Fachlehrkräften, um einen umfassenden Überblick über unterschiedliche Unterrichtsformen und –stile zu erhalten.

3. Aufgaben der Ausbildungslehrkraft
Die Aufgaben der Ausbildungslehrkräfte umfassen folgende Bereiche:​

  • Auskunft und Beratung in Fragen der Ausbildung
  • Unterstützung in der schulischen und unterrichtlichen Arbeit (Schulprogramm, Fachanforderungen, Fachcurricula, Bildungsstandards)
  • Unterstützung bei der mittel- und langfristigen Unterrichtsplanung
  • Analyse von Unterrichtsstunden
  • Hilfe bei der Entwicklung der eigenen Lehrerpersönlichkeit
  • Rückmeldung des Leistungsstands
  • Durchführung von Orientierungsgesprächen (das erste Orientierungsgespräch findet am Beginn der Ausbildung statt, das zweite nach sechs Monaten. Weitere Orientierungsgespräche können folgen)

4. Aufgaben der Schulleitung

Schulleitung
Der Schulleiter informiert sich regelmäßig über den Stand der Ausbildung und die Leistungen der LiV. Dazu nimmt er an Lehrproben und den im Rahmen der Ausbildungsberatung erfolgenden Unterrichtsbesuchen teil und spricht in diesem Zusammenhang von ihm wahrgenommene Stärken und Schwächen an. Damit soll sichergestellt werden, dass Defizite frühzeitig erkannt und behoben werden. Der Schulleiter informiert die LiV einmal im Jahr über Schwerpunkte der pädagogischen Arbeit und besondere Aktivitäten der Schule. Daneben stehen die Funktionsstelleninhaber (Oberstufen-, Mittelstufen- und Orientierungsstufenleiter/in) bei allen Fragen, die ihren Aufgabenbereich betreffen, beratend zur Verfügung. Insbesondere geben sie der LiV einmal im Schuljahr in einer Sitzung die Möglichkeit, Einblicke in die Aufgabenbereiche Orientierungsstufe, Lernpläne, Versetzungsordnung und Oberstufenverordnung zu nehmen.

Ausbildungskoordinatorin
Die Ausbildungskoordinatorin berät und unterstützt die LiV in allen die Ausbildung betreffenden Fragen. Zu diesem Zweck kann sie, soweit es die schulorganisatorischen Rahmenbedingungen zulassen, nach Absprache mit der LiV, im Unterricht der LiV hospitieren. Sie vermittelt Kontakte der LiV zur Schulleitung, zu den Stufenleitern, den Ausbildungslehrkräften und zum Personalrat. In jedem Halbjahr führt die Koordinatorin ein Evaluierungsgespräch mit der LiV. 

5. Einbindung in das Schulleben

Die LiV wird anderen Lehrkräften gleichgestellt. Sie übernimmt neben den unterrichtlichen und erzieherischen Aufgaben auch die dienstlichen, d.h. sie nimmt an Konferenzen und Prüfungen teil und übernimmt Aufsichten. Die LiV hat zudem vielfältige Möglichkeiten, aktiv am Schulleben teilzunehmen. Dieses kann beispielsweise in Form von Projekten, in der Planung von Exkursionen, Fahrten oder durch die Teilnahme an Arbeitsgruppen und die Mitarbeit im AG-Bereich erfolgen.

Dieses Ausbildungskonzept wird im Rahmen der regelmäßigen Evaluation und Fortschreibung des Schulprogramms weiterentwickelt und den Erfordernissen der Ausbildung angepasst.

Stand 10.05.2017


Sozialcurriculum

Unser Sozialcurriculum am Carl – Jacob – Burckhardt – Gymnasium

(Stand: September 2018)

Ein angenehmes soziales Miteinander ist die Grundlage für effektives Lernen und Arbeiten. Um die gesamte Schulgemeinschaft hierin zu stärken, hat sich das Carl-Jacob-Burckhardt-Gymnasium dieses Sozialcurriculum gegeben, das von der Schulkonferenz am 29. Mai 2012 beschlossen wurde und Bestandteil des Schulprogramms ist.

Ziel ist es – mehr noch als bisher – sich im schulischen Alltag respektvoll zu begegnen, in der pädagogischen Arbeit zusammenzuwirken und über die Lehrpläne hinaus unsere Schülerinnen und Schüler zu kooperativem Lernen anzuleiten und zu sozialen Mitgliedern einer Wertegemeinschaft zu erziehen.

Mit Schuljahresbeginn 2012/13 wurde das Sozialcurriculum in den 5. und 7. Klassen verbindlich umgesetzt und in den folgenden Schuljahren entsprechend aufgebaut.

Klassen-stufe (G8)IchMeine KlasseUnsere Schulgemeinschaft
5Selbstvertrauen I:Stärkung des Selbstbewusstseins     KlassenregelnHausaufgabenpatenschaftenSozialer Unterricht (1 Std. pro Woche/SOKRATES)Kooperatives Lernen: „Starke helfen Schwachen“Gewaltprävention (TK-Koffer)3-tägige KlassenfahrtKlassenausflüge Gemeinsame EinschulungsveranstaltungInformation zu C.-J. Burckhardt in den ersten SchultagenReinigungsplan im KlassenraumGemeinsame Aktion am StaffeltagKnigge I:Höflichkeit, Respekt, Verhalten bei TischKehrausfeteKultur(en)Nacht (alle 2 Jahre) 
6Suchtprävention I:Rauchen (Freiwillige Teilnahme am Wettbewerb „Be smart – don’t start“ )Medienbewusstsein I :CybermobbingKlassenregelnHausaufgabenpatenschaftenSozialer Unterricht (1 Std. pro Woche/SOKRATES)Aufklärung und Sexualpädagogik IKooperatives Lernen: „Starke helfen Schwachen“ Reinigungsplan im KlassenraumGeschenkepacken für den Kinderschutzbund(am Vormittag des Adventsbasars)Kultur(en)Nacht (alle 2 Jahre)  
7Selbstvertrauen II:„EXEO“-Projekttag KlassenregelnKlassenratSozialkompetenztraining im Klassenverband Gemeinsame Veranstaltung zum Beginn der MittelstufeReinigungsplan im Klassenraum  
8Suchtprävention II:Alkohol und weitere DrogenMedienbewusstsein II:„Out!“ Klassenregeln5-tägige KlassenfahrtAufklärung und Sexualpädagogik IISelbstvertrauen III:Finanzlotsen-Projekt Reinigungsplan im KlassenraumFreiwillig: Leitung einer AG (ab 8. Kl.)Freiwillig: Ausbildung zum Schulsanitätsdienst
9Selbstvertrauen IV:Gewissen und WerteSuchtprävention III:„Püppchen“ & „Tour des Lebens“ KlassenregelnAufklärung und Sexualpädagogik III:„ECHT KRASS!“     →“Wo hört der Spaß auf?- Umgang mit
     sexueller Belästigung und Gewalt“
Reinigungsplan im KlassenraumFreiwillig: Leitung einer AG (ab 8. Kl.)Freiwillig: Ausbildung zum SchulsanitätsdienstFreiwillig: Ausbildung zum Konfliktlotsen und Patenschüler für 5. Klassen
E-JahrgangSelbstvertrauen V:„Fighter“Persönlichkeitsbildung   Eine soziale Stunde pro Woche„Burckhardt-Zertifikat“-Portfolio 

Info und Kontakt: s.landmesser @cajabu.de, m.rausch @cajabu.de


Comenius Schule

Programm für Lebenslanges Lernen (LLP)

Das Programm für Lebenslanges Lernen wurde mit einem Beschluss des Europäischen Parlaments und des Rates im November 2006 ins Leben gerufen.
Das allgemeine Ziel des Programms für Lebenslanges Lernen besteht darin, durch lebenslanges Lernen dazu beizutragen, dass sich die Europäische Union zu einer fortschrittlichen wissensbasierten Gesellschaft mit nachhaltiger wirtschaftlicher Entwicklung, mehr und besseren Arbeitsplätzen und größerem sozialen Zusammenhalt entwickelt.
Insbesondere soll das Programm den Austausch, die Zusammenarbeit und die Mobilität zwischen den Systemen der allgemeinen und beruflichen Bildung för-dern, so dass sich diese zu einer weltweiten Qualitätsreferenz entwickeln. Das Programm für Lebenslanges Lernen ist der Rechtsrahmen für das Comenius Programm.
(Quelle: Comenius Schulpartnerschaften. Handbuch für Schulen. 2008, S. 8)
 

Was ist COMENIUS?

COMENIUS ist Teil des Programms für Lebenslanges Lernen der Europäischen Gemeinschaft, das 2007 gestartet wurde. Das Programm für Lebenslanges Lernen soll, neben anderen Zielsetzungen, Zusammenarbeit und Mobilität fördern und die europäische Dimension im Bildungswesen stärken.

COMENIUS ist auf die Schulbildung ausgerichtet und verfolgt zwei Grundziele:

  1. Entwicklung von Kenntnis und Verständnis der europäischen Kulturen und Sprachen und von deren Wert bei jungen Menschen und Bildungspersonal;
  2. Unterstützung junger Menschen beim Erwerb der lebensnotwendigen Fähigkeiten und Kompetenzen für ihre persönliche Entfaltung, künftige Beschäftigungschancen und eine aktive europäische Bürgerschaft.

Weitere Ziele

Mobilität von Schülern und Bildungspersonal: Verbesserung von Qualität und Umfang
Partnerschaften zwischen Schulen: Verbesserung von Qualität und Umfang
Förderung des Erlernens moderner Fremdsprachen
Entwicklung von innovativen, IKT-gestützten Inhalten, Diensten, pädagogischen Ansätzen + Verfahren
Verbesserung der Qualität der Lehrerausbildung und Ausbau ihrer europäischen Dimension
Förderung der Verbesserung der pädagogischen Konzepte und des Schulmanagements
(Quelle: COMENIUS Schulpartnerschaften. Handbuch für Schulen. 2008, S. 11

Multilaterale Schulpartnerschaften

Eine COMENIUS-Schulpartnerschaft besteht dann, wenn mindestens zwei Partnereinrichtungen aus zwei Staaten ein grenzüberschreitendes Projekt realisieren und persönliche Begegnungen ermöglicht werden. Die Zusammenarbeit wird über einen Zeitraum von zwei Jahren gefördert. Eine Schule koordiniert die Partnerschaft und übernimmt die notwendigen Verwaltungs- und Lenkungsaufgaben.
An einer multilateralen Schulpartnerschaft nehmen mindestens drei Einrichtungen aus drei Ländern teil. Der Schwerpunkt der Zusammenarbeit liegt wahlweise auf Schüleraktivitäten oder auf dem Gedankenaustausch auf Ebene des Kollegiums zu didaktisch-pädagogischen Fragestellungen oder auf Fragen des Schulmanagements. Ein Thema, das sowohl Schüler als auch Lehrer anregt, Neues zu entdecken, Informationen auszutauschen und voneinander zu lernen, ist ausschlaggebend für den Erfolg einer Partnerschaft.


Ansatz

  • Möglichst fächerübergreifend
  • Möglichst in das Curriculum und den regulären Schulalltag eingebunden
  • Möglichst jahrgangsübergreifend – Einbeziehung möglichst vieler Schülerinnen und Schüler und Lehrkräfte

Die Zusammenarbeit zwischen Partnerschulen gibt den Teilnehmern einer COMENIUS-Schulpartnerschaft Gelegenheit, die Länder, Kulturen sowie Denk- und Lebensarten der Partner kennen und besser verstehen und schätzen zu lernen.

Links:
http://www.kmk-pad.org – Website des PAD – Pädagogischer Austauschdienst
http://ec.europa.eu/llp – Informationen zum Programm für Lebenslanges Lernen und zu Comenius

DaZ

Deutsch als Zweitsprache – Ankommen in einem fremden Land

Ich heiße Iveta Nedyalkova und ich komme aus Bulgarien. Seit Januar lebe ich in Deutschland und seit Mai bin ich in dem CaJaBu.

Die Schule gefällt mir sehr. Zu erst dachte ich, dass die Schule sehr sehr groß ist. Ich hatte auch Angst, dass ich keine Freunde finden werde. Ich glaubte, niemand würde mit mir reden, weil ich eine Ausländerin bin und auch wegen meines Deutsches. So habe ich herausgefunden, dass man sich nicht schämen muss, sondern selbstbewusst und stolz auf sich selbst sein. So bildet man die ersten Kontakte in einem neuen Land, beziehungsweise in einer neuen Schule.

Das Deutsch, als Sprache, finde ich persönlich nicht so schwer und schrecklich wie die Leute sagen. Am Anfang war es mir auch nicht leicht, aber wie es gesagt wird: „Jeder Anfang ist schwer.” Vorher haben mir viele Freunde und Bekannte gesagt, dass das Deutsch sehr schwer ist. Und als ich in Deutschland angekommen bin, hatte ich Angst, Deutsch zu lernen. Alle diese Meinungen hatten einen sehr starken Einfluss auf mich. Nach ein paar Monaten fühle ich mich aber sehr gut in Deutschland. Ich habe Freude gefunden und jetzt kann ich fast normales Deutsch sprechen.

Meine Heimat? Ja, ich vermisse sie auch. Viele Leute haben über Bulgarien, leider, noch nichts gehört. Bulgarien ist ein kleines Land, das im Osten der Balkanhalbinsel liegt. Es gibt viele interessante Dinge, die man darüben sagen könnte, leider kann ich sie aber nicht in einer Seite zusammenfassen. Bestimmt haben manche über die bulgarische Folkloremusik, über die bulgarische Rose und vielleicht  andere Geschichten über das bulgarische Volk gehört.

Ich persönlich finde Lübeck eine sehr schöne Stadt. Außerdem hat man hier eine große Freiheit, hier gibt es auch viele Sehenswürdigkeiten, die viele Ausländer beeindrucken.

Hi, ich bin Manar, ich komme aus Syrien und ich bin 13 Jahre alt. Ich lebe seit einem Jahr in Deutschland. Als ich nach Deutschland gekommen bin, dachte ich, dass fast alle Deutschen Rassissten sind, wegen der Gerüchte, aber die waren das Gegenteil. Mein erster Tag in Deutschland war richtig cool, aber mir ist manchmal richtig langweilig, weil es nichts zu tun gibt und ich wenige Freunde habe. Ciao!!!

Ich heiße Filip. Ich bin 12 Jahre alt. Meine Heimat ist Polen. Ich bin 1 Monat in Lübeck. Ich finde Lübeck schön. Ich gehe zum CJB Gymnasium.

Yo! Ich bin Oana, ich bin fasr 13 und komme aus Rumänien. Ich bin seit einem Jahr hier in Deutschland. Ein Jahr, bevor ich hergekommen bin, wollte ich nicht nach Deutschland kommen, weil ich Angst vor der deutschen Sprache hatte und hörte, dass die Deutschen glauben, dass die Rumänen viel klauen, aber das stimmt nicht!

Als ich hergekommen bin, habe ich schnell viele Leute kennengelernt. Ich weiß, dass ich noch manchmal Sprachschwierigkeiten habe, aber ich hoffe, dass ich in der Zukunft sehr gut Deutsch sprechen kann.

Ich heiße Wiktoria und ich bin sechzehn Jahre alt. Ich komme aus Polen. Ich bin in Deutschland seit September. Ich gehe zur DaZ-Klasse und finde es sehr interessant. Wir machen viel Spaß, aber gleichzeitig lernen wir.

Die Schule gibt Schülern viel Möglichkeiten. Wir können unsere Interessen entwickeln, weil es am CaJaBu viele außerschulische Aktivitäten gibt.

Lübeck gefällt mir auch sehr. Es sieht wie eine alte Stadt aus, aber es hat viel Charme. Ich mag die Stadt, weil hier so viel schöne Plätze sind. Meine Ziele sind Abitur machen und zur Universität gehen.

Hallo! Ich bin Yehyia Oubari, 12 Jahre, und komme aus Aleppo. Das ist in Syrien. Ich bin in Deutschland seit Februar. Deutsch finde ich ein bisschen schwer. Aber ich werde es lernen. Und Lübeck gefällt mir sehr, weil es eine kleine Stadt ist. Ich kenne das Holstentor, die Stadtbibliothek und das Burgtor. Im CaJaBu mache ich gerne Schach und freue mich, dass es eine AG gibt. Ich fand das Musical Zombie Diary richtig toll!

Deutsch, es ist eine schwere Sprache. Ich bin in Deutschland seit Februar. Ich finde Deutsch am schwersten. Aber ich habe viel gelernt, aber immer noch am schwersten. Mein Deutsch ist ein bisschen besser jetzt, aber wenn jemand mit mir spricht und weiß, dass ich kein Deutsch kann, spricht er schneller und schneller und das finde ich dumm.

Adham, 16, aus Ägypten.

Ich heiße Kacper. Ich bin 13 Jahre alt. Ich komme aus Polen. Mein Lieblingsort in der Schule ist die Sporthalle. Mein Lieblingsort in Lübeck ist das Restaurant „Pavilion“. Und ich mag Fußball.

Ich bin Maryam und meine Heimat ist Sana´a im Jemen. Ich lerne seit einem Jahr Deutsch. Zuerst war ich in der GKS, dann bin ich ans CaJaBu gekommen, weil ich Medizin studieren möchte. Lübeck ist eine schöne kleine Stadt. Ich finde die Gassen sehr schön.

Ich bin Lana, ich bin seit März in der DaZ-Klasse. Meine Heimat ist Aleppo und es ist in Syrien. Die Schule gefällt mir, weil es so viele freundliche Leute gibt. Deutsch ist ein bisschen schwer, weil es Artikel gibt.

Ich mag Lübeck, es ist super. Meine Ziele sind: 1. Zur normalen Klasse zu gehen, 2. gute Noten haben, 3. Das Abitur machen und eine Ärztin werden. Ich finde es gut, dass es eine Theater AG gibt.

Lana, 15, aus Syrien.

Ich heiße Marc. Ich bin 12 Jahre alt. Ich bin 4 Monate in Deutschland. Ich finde Lübeck sehr schön. Meine Heimat sind die Philippinen. Ich finde CaJaBu sehr gut.

Alles zurück lassen. Einfach nach hinten geworfen werden. Freundschaften zu brechen und die Erinnerungen zu lösen. Keine Meinung oder Macht zu haben, um die Entscheidungen zu kontrollieren. Einfach dem Leben zu folgen ohne es zu führen. Ein verlorenes Glücksspiel. Alles löschen und nochmal anfangen.

Noch ein neues Land, neue Leute mit einer neuen Sprache und Kultur. Noch eine Schwierigkeit wird vor das Leben geworfen. Was wartet auf mich? Segen oder Fluch?

Yazan, 16, aus Syrien.


Lion´s Quest

Lion`s Quest ist ein Jugendförderprogramm für 10 bis 14-jährige Mädchen und Jungen. Das Projekt hilft durch soziales Lernen beim “Erwachsen werden”.

  • Stärkung des Selbstwertgefühls,des Selbstvertrauens und der Selbstdisziplin
  • bewusster und angemessener Umgang mit den eigenen Gefühlen und den Gefühlen anderer
  • Ausbildung des Urteilsvermögens bei jugendspezifischen Problemen
  • Stärkung der Entschlusskraft und Entscheidungsfreudigkeit- “Nein”-Sagen bei Gefährdung
  • Unterstützung von Offenheit,Ehrlichkeit und Toleranz
  • Finden von eigenen Werten und Zielen
  • Weiterentwicklung des Gemeinschaftssinns

Durch die Einführung eines Sozialcurriculums für alle Klassenstufen,das die Schulkonferenz am 29.05.2012 beschlossen hat,wird das “Soziale Lernen” fester Bestandteil in allen Jahrgängen. Mit Hilfe unterschiedlicher Bausteine und Projekte,die sowohl im Unterricht als auch unterrichtsbegleitend durchgeführt werden,werden ein respektvoller Umgang,kooperatives Lernen und weitere Aspekte eines sozialen Miteinanders vermittelt und eingeübt.

Weitere Informationen gibt es hier: Lions-Quest


Interactive SchoolWall

InteractiveSchoolWall. Eine körper- und raumbezogene Umgebung für non-formales Lernen

Die Konzeption und Realisierung der InteractiveSchoolWall erfolgte seit 2008 in einem gemeinsamen Designprozess zwischen dem Institut für Multimediale und Interaktive Systeme der Universität zu Lübeck und dem Carl-Jacob-Burckhardt-Gymnasium. Als intelligente Lernumgebung erweitert die InteractiveSchoolWall den klassischen Lernraum.

Sie basiert auf dem Prinzip eines modularen Systems und besteht aus 4 Dual-Touch-Screens, die nebeneinander im Foyer der Schule installiert sind.

Das Besondere der ISW ist, dass die dort sichtbaren Inhalte Ergebnisse des Unterrichts zeigen:  Projektarbeit, Erfahrungen außerschulischen Lernens, Theater, Musical etc. Hierfür stehen folgende Applikationen zur Verfügung: MediaGalery, TimeLine, SemCor und Hypvervid-Player. Alle am Schulleben Beteiligten (Schüler, Lehrer, Eltern) haben so die  Möglichkeit, sich mittels der IW mit Arbeitsergebnissen auseinanderzusetzen, die aus der fachlichen und überfachlichen Arbeit der Lerngruppen der Schule entstanden sind.

Darüber hinaus fördern EduGames die Konstruktion von mathematischem, abstrakt-logischem und geografischem Wissen. ScienceTools präsentieren naturwissenschaftliche Inhalte.

Kontakt: M. Ide (über das Sekretariat der Schule)