Mittelstufe

UNESCO Projekt Schule

Rund 300 Schülerinnen und Schüler besuchen zur Zeit die Klassen 7-9, die verwaltungsmäßig als Mittelstufe zusammengefasst werden.

Diese Klassen werden vierzügig geführt, wobei die durchschnittliche Klassenstärke bei 25 Schülerinnen und Schülern liegt. Die zweite Fremdsprache – Französisch, Latein oder Spanisch – wird ab der 6. Klasse unterrichtet.

Mit dem Aufsteigen in die 8. Klasse erfolgt durch die Einführung des Wahlpflichtbereiches eine für alle Schülerinnen und Schüler verbindliche Erweiterung der Stundentafel um 3 Unterrichtstunden (à 60 Minuten). Wie der Name schon sagt, haben die Jugendlichen hier einerseits eine Wahlmöglichkeit und andererseits die Pflicht, das gewählte Fach zwei Jahre zu belegen. Der Wahlpflichtbereich an unserer Schule besteht aus den Fächern: Französisch / Latein / Spanisch / Darstellendes Spiel / angewandte Informatik & Medienkunst / Ethik & soziales Lernen.

Unsere pädagogischen Anstrengungen richten sich vor allem auf die Erziehung zu Toleranz und Konfliktbeherrschung.

Einen wichtigen Beitrag zur Alltagsbewältigung unserer Schülerinnen und Schüler sehen wir in der breit gefächerten suchtpräventiven Arbeit von der Orientierungsstufe bis zum Ende der Mittelstufe.

Um den Jugendlichen der beginnenden Mittelstufe den Lernweg zu erleichtern, werden in den so genannten Lerntechnik-Tagen Wege zu effektiverem und rationellerem Lernen aufgezeigt.

Obligatorische Klassenfahrten in den 8. Klassen tragen dazu bei, Sozialgefühl oder auch umweltbewusstes Handeln zu erlernen.

Da die Berufsorientierung für uns ein wichtiger Ausbildungsschwerpunkt in der Mittelstufe ist, führen wir in den 9. Klassen für alle Schülerinnen und Schüler verbindlich den Berufswahlpass ein. Das zweiwöchige Betriebspraktikum, das wir zu Beginn des 2. Halbjahres im 9. Jahrgang durchführen, dient dazu, einen Einblick in die Arbeitswelt zu bekommen und erste Orientierungen für die spätere Berufswahl vorzunehmen. Damit soll der Blick für das Anforderungsprofil verschiedener Berufe geschärft werden, sodass in der Oberstufe die Wahl des Profils gezielter vorgenommen werden kann.

K. Steinkröger, StD, Leiter der Mittelstufe

k.steinkroeger@cajabu.de

Wahlpflichtkurse:

Gesellschaft und Robotik

In diesem Unterrichtsfach beschäftigen sich die SuS mit modernen technischen Lösungsstrategien für den urbanen Straßenverkehr. Der Unterricht erfolgt in Zusammenarbeit mit der Universität Lübeck und wird durch die Robert-Bosch-Stiftung gefördert.  Im 8. Schuljahr wird die technische Seite des Themas beleuchtet. Die SuS lernen Lego-Roboter zu programmieren und entwickeln spielerisch Lösungsansätze für urbane Verkehrsprobleme. Der Unterricht erfolgt z.T. in einem Workshop in den Herbstferien. Im 9. Schuljahr sollen diese Lösungsstrategien ethisch und gesellschaftspolitisch bewertet werden. Hierfür werden nach intensiver Beschäftigung mit den politischen und ethischen Hintergründen unterschiedliche Referenten aus der Wissenschaft und Wirtschaft eingeladen und befragt.

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Projekt-Homepage:
https://future.ai-lab.science/.

Darstellendes Spiel

Darstellendes Spiel ist wie Kunst und Musik ein ästhetisches Fach, bei dem die Theaterarbeit im Zentrum steht. Lerninhalte sind sowohl praktische Übungen zum Zusammenspiel von Gestik, Mimik, Sprache, Raum, Licht, als auch Dramentheorie und Theatergeschichte. Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten in projektähnlichen Unterrichtseinheiten eigene Inszenierungsentwürfe, die anschließend zur Vorführung kommen. Die Benotung ergibt sich aus den erarbeiteten Szenen und Stücken und der Analyse derselben. Sprachliche Ausdrucksfähigkeit, Mut zur Präsentation und dramatische Phantasie sind zwar auch Lerninhalte, es schadet aber auf keinen Fall, wenn Anlage und Begabung auf diesen Gebieten bereits mitgebracht werden. Dazu sind Freude an der Sprache, offene Sinne und ein ausgeprägtes Körperbewusstsein ausgesprochen nützlich. In der gymnasialen Oberstufe gibt es Darstellendes Spiel ebenfalls als Kursfach.

Spanisch als Wahlpflichtfach in der Mittelstufe (G8)

Seit dem Schuljahr 2011/12 wird Spanisch in der Mittelstufe als 3. Fremdsprache angeboten. Die dritte Fremdsprache ist ein Wahlpflichtfach. Wer auf sie verzichtet, muss in der 8. Klasse ein anderes zusätzliches Fach wählen. Wer in der Oberstufe das sprachliche Profil belegen möchte, braucht die dritte Fremdsprache.

Die Schülerinnen und Schüler, die Spanisch ab 8 lernen, profitieren von ihren Sprachkenntnissen, da sie ihr vorhandenes Wissen aus den anderen Sprachen aktivieren können; deshalb schreitet der Unterricht schneller voran als es in den vorherigen Sprachen der Fall war.   

Für Neueinsteiger steht zunächst der Spracherwerb im Vordergrund. Ziel ist, sich auf Spanisch mündlich wie schriftlich in Alltagssituationen verständigen zu können. Schülerinnen und Schüler sollen aber auch möglichst viel von den fremden Lebenswelten spanischsprachiger Länder erfahren, um so auch ihre eigene Lebenswelt zu reflektieren. Später geht es aus dem Alltagsleben tiefer in besondere Fragestellungen spanischsprachiger Länder. 

Im Spanischunterricht der Mittelstufe arbeiten wir mit dem Lehrwerk Encuentros Ed. 3000 (Cornelsen Verlag 2011), das völlig neu bearbeitet wurde und auf die neuen Kerncurricula und die aktuellen Bildungsstandards abgestimmt ist.

Spanisch als fortgeführte Fremdsprache in der Oberstufe (G8)
Die Schülerinnen und Schüler, die Spanisch ab der 8. Klasse lernen, können in der Profiloberstufe ihre Sprachkenntnisse erweitern bzw. vertiefen und –je nach Angebot der Schule– Spanisch als Kern- oder Profilfach (3-bzw. 4-stündig) oder als fortgeführte Sprache (2-stündig) belegen. Somit kann Spanisch auch als Prüfungsfach im Abitur gewählt werden.   

Spanisch als spätbeginnende Fremdsprache im 11. Jahrgang (G9) 
Seit dem Schuljahr 2009/10 wird Spanisch als neu einsetzende Fremdsprache im 11. Jahrgang (G9) angeboten und durchgängig bis zum 13. Jahrgang unterrichtet.  
Auch der Spanischunterricht, der auf dieser Stufe beginnt, greift auf die Vorkenntnisse der Schülerinnen und Schüler zurück und geht daher zügig voran. Die Erfahrungen im Fremdsprachenlernen und die Reflektionsfähigkeit in diesem Alter ermöglichen es, dass viele Lerninhalte selbstständig oder mit kooperativen Arbeitsformen erarbeitet werden. Interkulturelles Lernen ergänzt das Sprachlernen mit dem Ziel, die Lernenden auf ein Leben und Arbeiten in internationalen Zusammenhängen vorzubereiten.

In den ersten zwei Lernjahren orientiert sich der Unterricht vor allem am Lehrbuch. Zurzeit arbeiten wir mit dem Lehrbuch ¡Adelante! (Klett Verlag 2010), das sich an Jugendliche ab 16 Jahren wendet und in jeder Phase des Lehrgangs kommunikative, interkulturelle, methodische und soziale Kompetenzen schult. Im dritten Lernjahr wird vornehmlich lehrbuchunabhängig gearbeitet. Themenbezogenes Arbeiten, Filmanalyse, Lektürearbeit und die Auseinandersetzung mit authentischen Texten und Materialien sind Hauptbestandteile des Spanischunterrichts im 13. Jahrgang.